Moderne Münzen

Münzen aus Europa und aller Welt bis zur Moderne

Münzen sind vom Staat genehmigte Zahlungsmittel. Moderne Münzen tragen üblicherweise drei Aufschriften: das Land (oder die Staatengemeinschaft), den Wert (aus Nominal und Währungseinheit) und das Prägejahr.

Doch es gibt auch Ausnahmen: Das Jahr fehlt bei einigen älteren, exotischen, kleinen Einheiten (zum Beispiel bei allen Cash-Münzen aus Travancore, geprägt bis 1949).

Die Schweizer Rappen (Untereinheit des Schweizer Franken) tragen nur das Nominal, ohne Angabe der Währungseinheit. Noch drastischer ist es bei den britischen Crowns der Prägejahre 1965–1971. Diese tragen weder ein Nominal noch die Angabe der Währungseinheit. In allen britischen Münzen mit Elizabeth II. ist das Land nicht, bei ihren Amtsvorgänger(inne)n nur als Teil des Titels des Monarchen angegeben. Die ersten Münzen in Deutschland nach 1945 hatten die Aufschrift „Bank deutscher Länder“. Auch bei Euromünzen gibt es in der Regel keine Landesangabe, sondern nur ein Erkennungszeichen für das Land auf der Rückseite der Münze.

Die Vorderseite (das Avers) der Münze ist in der Regel dort, wo der Kopf des Herrschers oder das Wappen der Republik zu sehen ist. Die Rückseite (der Revers) ist hingegen meistens auf der Seite mit der Wertangabe. Dazwischen befindet sich der Münzrand, der geriffelt oder beschriftet sein kann und gewöhnlich ein wenig über die Münzfläche übersteht („Randstab“). Die Umschrift einer Münze wird in der Numismatik als Legende bezeichnet.

Die Münzmeisterzeichen auf den Münzen erscheinen ab dem späten Mittelalter. Sie wurden größtenteils in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts durch das Münzzeichen in Form eines Buchstabens zur Bezeichnung der Münzstätte ersetzt. Mitunter befindet sich auf Münzen zusätzlich noch die Signatur des Münzgraveurs oder nur die Künstlersignatur. Das Münzmeisterzeichen darf demzufolge nicht mit der Münzsignatur verwechselt werden.

Ihre Ansprechpartner: Herr Stefan Noeren und Herr Dominik Schallehn